KLEINE GESELLSCHAFT FÜR KUNST UND KULTUR

Wir laden ein am Freitag, den 14. Oktober  ab 19 :00 

in die Schubertstraße 3 in Hamburg Barmbek-Süd

zur Kleinen Gesellschaft für Abstrakte 1 

mit Arbeiten von Birgit Brandis, Dirk Meinzer, Benjamin Metzger

und einem Konzert des Gitarrenorchester Gilbert Couché

 

Benjamin Metzger, Ohne Titel, 2013, Oel auf Leinwand, 59x50cm
Benjamin Metzger, Ohne Titel, 2013, Oel auf Leinwand, 59x50cm

„Der Aufstieg zu den gegenstandslosen Höhen der Kunst ist mühselig und voller Qualen…aber dennoch beglückend. Das Gewohnte bleibt immer weiter und weiter zurück…Immer tiefer und tiefer versinken die Umrisse des Gegenständlichen; und so geht es Schritt für Schritt, bis schließlich die Welt der gegenständlichen Begriffe – „alles was wir geliebt hatten – und wovon wir lebten“ – unsichtbar wird.

Keine „Ebenbilder der Wirklichkeit“ – keine ideellen Vorstellungen – nichts als eine Wüste!

Die Wüste aber ist erfüllt vom Geiste der gegenstandslosen Empfindung, der alles durchdringt.

…es war dies kein „leeres Quadrat“ was ich ausgestellt hatte, sondern die Empfindung der Gegenstandslosigkeit“.

…schreibt Kasimir Malewitsch 1927

 

Mit etwas weniger zeitgeschichtlichem Pathos kommt da schon Agnes Martin aus:

 

Dirk Meinzer, Dasein III, 2016
Dirk Meinzer, Dasein III,  2015, Gesso, phosphoreszierende Gesteinsmehle, Schellack, Papier auf Leinwandkarton und Holz, 50×39,5cm

„Man denkt gemeinhin, dass wir alles im Leben in Worte fassen können. Doch es gibt einen großen Bereich von Gefühlsreaktionen, die wir nicht in Worte fassen können.

Wir sind so an diese Gefühlsreaktionen gewöhnt, dass wir sie nicht bewusst erkennen, bis wir sie in Kunstwerken wiederfinden.“

Und weiter:

„Komposition ist ein absolutes Geheimnis. Sie wird vom Inneren diktiert. Der Künstler sucht nach bestimmten Klängen oder Linien, die seinem Inneren angenehm erscheinen, und schließlich nach einer Anordnung, die angenehm ist. …Ein Kunstwerk ist sehr kostbar, und zugleich ist es sehr selten. Es bedarf großen Fleißes, um eine Komposition zu erschaffen, die gänzlich angenehm ist….

und dann gibt sie uns noch diesen praktischen Rat mit:

Um im Leben vorwärts zu kommen, musst Du die Dinge aufgeben, die Du nicht magst. Gib es auf, die Dinge zu tun, die Du nicht magst. Du musst die Dinge finden, die Du magst. Die Dinge, die deinem Inneren angenehm sind.

Also dann: Findet die Dinge, die Eurem Inneren angenehm sind und fangt mit der Suche bei der Kleinen Gesellschaft an:

Wir bieten Euch feine abstrakte Kompositionen von Birgit Brandis, Dirk Meinzer und Benjamin Metzger. Ein höchst angenehmer Dreiklang gegenstandsloser Kunst.

Dazu gibts zur Eröffnung ein Konzert mit dem Gitarrenorchester Gilbert Couché das uns zu dieser Gelegenheit als Welturaufführung sein neues Stück “Explosionszeichnung“ mitbringen wird.

Die Musik beginnt  um 20:30 Uhr.

 

Birgit-Brandis, Riff02, 2015
Birgit Brandis, Riff02, 2015 Oelkreide auf Paier, 42x30cm

Wir freuen uns auf einen wundervollen Abend mit Euch und zitieren noch einmal die heilige Agnes: „Mach Glück zu Deinem Ziel“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Titel der Reihe „Kleine Gesellschaft“ erinnert nicht  zufällig an  vergangene Zeiten, in denen es „Gesellschaften“ zur elektrifizierten Fortbewegung oder zur Erforschung des Südpols gab.

Wie viele dieser historischen Gesellschaften, wird auch die im April 2014 gestartete Reihe „Kleine Gesellschaft für Kunst und Kultur“   Zusammenkünfte zu interessanten Themen organisieren.

Die Veranstaltungen finden allerdings in einem privaten Raum statt.

Das bedeutet, es geht uns um das Zusammenbringen von Leuten und Ideen in zwangloser Atmosphäre.

Meist geht es um Ausstellungen, oft in der Verbindung von Kunst mit anderen Gegenständen, um so Möglichkeiten auszuloten, das jeweils gestellte Thema aus verschiedenen Perspektiven anzupeilen.

Es wird aber auch Lectures, Lesungen und Hauskonzerte geben.

Themen und Stile sind dabei ebenso zeitlos wie aktuell, können umfassend wie auch mikroskopisch spezifisch sein.

Die Reihe fing im Übrigen thematisch ganz oben an, nämlich mit einer „Kleinen Gesellschaft für Zeit“ und setzte sich fort mit dem Urelement Wasser in Form einer „Kleinen Gesellschaft für Meer“.

Mehr unter Veranstaltungen/ Vergangene und Aktuelle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zuletzt gab es die:

„Kleine Gesellschaft für den Blinden Fleck“

eine Solo Ausstellung von Alexander Rischer

 

Finissage war am 12. August 2016

in der Schubertstraße 3   Hamburg Barmbek-Süd

mit einem Beitrag von Nora Sdun

 

 

Alexander Rischer, Merrion Park, London 2016
Alexander Rischer, Maryon Park, London  2016

 

„Ich möchte es so beschreiben, daß ich in der Ausstellung versuche, auf die sakralen, auratischen, historischen, interessanten, surrealen, fetischisierten Artefakte, Dinge und Objekte, die sich üblicherweise als Stellvertreter, Türöffner, Schwellenhüter, Verführer und Mahner in meinen Fotografien tummeln, zu verzichten.

Deren objekthafte Attraktivität kürt sie recht nachvollziehbar zu Motiven.“ …

…weiter lesen bitte unter VERANSTALTUNGEN / AKTUELL

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Freitag, den 19.02 ab 19 Uhr eröffneten wir die

„Kleine Gesellschaft für Helldunkel“

Achim Hoops , wvz 621, Buntsift, Kreide auf Holz, Stahlrahmen, 25x45cm, 2008
Achim Hoops , wvz 621, Buntsift, Kreide auf Holz, Stahlrahmen, 25x45cm, 2008

 

Mit Achim Hoops, Heiner Blumenthal, Henrik Hold, Jürgen Albrecht, Nir Alon, Peter Boué, Ralf Jurszo und Veronika Gabel.

Die Ausstellung hält sich nur wenig mit klassischen Motiven der Chiaroscuro- oder eben Helldunkelmalerei auf, also dem gezielten Einsetzen des Lichtes, wie wir es in der Tradition etwa von Rembrandt oder Caravaggio kennen. Die Ausstellung möchte das Helldunkel beim Begriff selbst nehmen,  ohne deren Herkunft in der Malerei zu verleugnen und ihn erweitern um unsere Anschauung der Dinge, das Helle und das Dunkle zu bewerten, und dabei existenziell und exemplarisch zu verfahren. Auf begrenztem Raum mit acht Künstlern – Vertreter künstlerischer Disziplinen wie Malerei, Zeichnung oder Skulptur – versuchen wir so eine breite Fächerung dessen zu zeigen, was „Hell-Dunkel“ sein mag.

Ralf Jurszo, Höhle, Öl auf Leinwand, 100x70 cm
Ralf Jurszo, Höhle, Öl auf Leinwand, 100×70 cm

Es beginnt zumindest folgerichtig mit dem Einbruch des Lichtes in einer Höhle – und damit, sich an dunklere Orte zu gewöhnen. Ein innerer Zusammenhang über das Räumliche ist in mehreren Arbeiten zu erkennen, Ein- und Ausgänge, Häuserfluchten und stark verschattete Innenräume sind wiederkehrende Motive. In anderen Arbeiten wird das Helle vom Schwarz umlagert oder es ist das Licht selbst, das den Raum in zufälligen Intervallen beleuchtet.

Nir Alon, Blinking light and other acts, chair, light bulbs, 95x50x75 cm, 2016
Nir Alon, Blinking light and other acts, chair, light bulbs, 95x50x75 cm, 2016

Die dreidimensionalen Werke strahlen wiederum in ganz anderer Weise aus sich selbst, beunruhigend hell einerseits, und archaisch und zeitlos ruhend andererseits.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

für Kunst und Kultur – Hamburg